Kapsler Bauanleitung

Eigentlich sind mit Lachgas gefüllte Kartuschen dazu gedacht, Sahne aufzuschäumen. In der Drogenszene werden diese Kartuschen jedoch in einen sogenannten Kapsler gespannt. Dieser öffnet die Kartuschen, das Lachgas wird in einen Luftballon gefüllt und anschließend eingeatmet. Auch wenn Lachgas nicht zu den illegalen Drogen gehört und die Nebenwirkungen und Gesundheitsschäden sicherlich nicht so gravierend sind wie bei vielen anderen Drogen, wird hier nicht anhand einer Bauanleitung aufgezeigt, wie man einen Kapsler selber bauen kann. Schließlich kann jede Form von Drogenkonsum gefährliche Formen annehmen, unabhängig davon, ob es sich um harte Drogen, um Alkohol oder eben um Lachgas handelt. Stattdessen finden sich im Folgenden grundlegende Informationen zu Lachgas und dessen Konsum, wobei die Informationen nicht als Anleitung, sondern ausschließlich als Erklärungen zu verstehen sind.

Was ist Lachgas?

Lachgas ist ein farbloses Gas, das in die Gruppe der Stickoxide gehört. Die chemische Bezeichnung lautet Distickstoffmonoxid und die chemische Summenformel ist N2O. Lachgas ist das älteste in der Medizin zu Narkosezwecken verwendete Gas. Außerdem wird Lachgas als schmerzstillendes und in der Zahnmedizin auch als beruhigendes Mittel eingesetzt. Da jedoch vermutet wird, dass Lachgas die Wirkung von Folsäure und Vitamin B12 beeinträchtigt, wird Lachgas als Narkosemittel zunehmend seltener. Daneben findet Lachgas auch in der Antriebs- und Raketentechnik Anwendung. In der Drogenszene ist Lachgas schon seit längerem bekannt, als Partydroge ist es jedoch erst seit Ende der 1990er-Jahre verbreitet.

Wie wirkt Lachgas?

Lachgas hat eine schmerzstillende und beruhigende Wirkung. Als Partydroge ist es deshalb verbreitet, weil Lachgas auch halluzinogen wirkt. Das bedeutet, die Wahrnehmung verschwimmt, Geräusche werden intensiver wahrgenommen und eine Art Glücksgefühl stellt sich ein. Genauso kann Lachgas jedoch auch die gegenteilige Wirkung haben, so dass der Effekt letztlich, wie bei allen anderen Drogen auch, von der Stimmung und dem Umfeld abhängt.

Welche Nebenwirkungen und Gefahren gibt es?

Kapsler BauanleitungLachgas führt zu einem Sauerstoffmangel im Gehirn, wobei ernsthafte Schädigungen eher nicht zu erwarten sind. Bei regelmäßigem Konsum besteht jedoch die Gefahr von Nervenschäden, die aus einem Mangel an Vitamin B12 resultieren. Zudem besteht Erstickungsgefahr in geschlossenen Räumen, weshalb grundsätzlich auf ausreichende Sauerstoffzufuhr geachtet werden muss. Neben unangenehmen Nebenerscheinungen wie Übelkeit und Kopfschmerzen kann es aufgrund der Verdunstungskälte zu Erfrierungen an den Lippen, dem Kehlkopf und den Bronchien kommen, wenn das Lachgas unmittelbar aus den Kapseln oder aus Gasflaschen eingeamtet wird.

Eine weitere Gefahr ergibt sich durch den Konsum von industriellem Lachgas. Dieses kann hohe Schwefelanteile enthalten und insofern giftig sein. Zudem können die Lachgaskapseln mit CO2-Kapseln verwechselt werden und in diesem Fall besteht akute Erstickungsgefahr.

Wie wird Lachgas konsumiert?

Üblicherweise wird Lachgas über einen Luftballon konsumiert. Eine Lachgaskapsel wird dazu mit einem Kapsler, Hammer und Nagel oder einem Sahnespender geöffnet und das Lachgas wird in einen Luftballon umgefüllt. Dann wird das Lachgas eingeamtet und es wird versucht, eine zeitlang nicht auszuatmen. Eine Kapsel wirkt etwa eine bis drei Minuten lang.

Ist Lachgas legal?

An sich ist Lachgas legal, denn die Kapseln sind ja nicht zum Konsum bestimmt, sondern um Sahne aufzuschäumen. Insofern gibt es Lachgaskapseln in den meisten Supermärkten und sowohl der Erwerb als auch der Besitz sind legal.

Werden jedoch Gasflaschen oder mit Lachgas befüllte Luftballons auf Veranstaltungen verkauft, um diese dort zu konsumieren, wird dies als Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz gewertet. In diesem Fall wird das Lachgas dann nicht nur beschlagnahmt, sondern es drohen auch entsprechende Strafverfahren.

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