Yagi-Antennen Bauanleitung

Antennen werden in den unterschiedlichsten Bereichen verwendet, etwa beim Fernsehempfang, im Amateurfunk und auch im Zusammenhang mit WLAN. Vor allem WLAN-Antennen gehören dabei zu den beliebten Bastelprojekten, denn gute WLAN-Antennen im Handel sind recht teuer. Insofern gehen viele dazu über, ihre Antennen einfach selber zu bauen. Dafür stehen mehrere Varianten zur Verfügung und da die meisten Antennen aus nur sehr wenigen und dabei kostengünstigen Bauteilen bestehen, kann der Hobbybastler durchaus mehrere Antennen bauen und in diesem Zuge ausprobieren, welche am effektivsten arbeitet. Generell gilt dabei aber zu bedenken, dass es festgelegte Höchstgrenzen für die Sendeleistungen gibt und es zu hohen Strafen führen kann, wenn diese Höchstgrenzen überschritten werden. In der folgenden Bauanleitung wird eine Yagi-Antenne beschrieben, die aus einer Chipsdose gebaut wird. Nach dem gleichen Prinzip kann die Antenne aber auch aus jeder anderen Konservendose gebaut werden.

Grundlegendes zur Antenne

Yagi-Antennen BauanleitungEine Yagi-Antenne setzt sich prinzipiell aus drei Bauteilen zusammen, nämlich aus einem Direktor, aus einem Reflektor und aus einem Erreger. Durch den Direktor werden die Strahlen aufgefangen, verstärkt und auf den Reflektor übertragen. Der Reflektor wirft die Strahlen wieder zurück, was zu einer hohen Strahlenkonzentration zwischen dem Direktor und dem Reflektor führt. An dem Punkt, an dem die Strahlung am größten ist, befindet sich der Erreger. Beim Empfang fängt dieser die Strahlen auf und leitet sie zur WLAN-Karte ab. Beim Senden funktioniert das Ganze in die entgegen gesetzte Richtung, die Signale gehen somit vom Erreger aus. Damit arbeitet eine Yagi-Antenne vom Prinzip her genauso wie beispielsweise eine Fernsehantenne.

Materialliste für die Antenne

Die Antennen Bauanleitung

1. Schritt: den Direktor bauen

a.) Beim Bau der Antenne ist etwas Mathematik notwendig, denn die Abstände zwischen den Unterlegscheiben müssen mit einem Viertel der Wellenlänge übereinstimmen. Im niedrigeren Frequenzbereich sind die Wellen länger als in höheren Frequenzbereichen, weshalb in dieser Bauanleitung von der Frequenz von Kanal 1 ausgegangen wird. In diesem Fall beträgt die Wellenlänge 12,4cm, was bedeutet, dass bei dieser Antenne die Abstände zwischen den Unterlegscheiben 3,1cm betragen. Für andere Frequenzen müssen die Abstände mit den entsprechenden Formeln ermittelt werden.

b.) Das Aluminiumrohr wird nun in vier 3,1cm lange Stücke geschnitten. Dann wird der Deckel der Chipsdose mit einem Loch versehen. Jetzt wird erst eine Mutter auf das Ende der Gewindestange gedreht, darüber kommt der Deckel der Chipsdose und danach immer abwechselnd eine Unterlegscheibe und ein Stück des Aluminiumrohrs. Zwischen das dritte Rohrstück und die Unterlegscheibe wird aber noch die Scheibe aus Karton geschoben. Sie hält den Direktor später sicher in der Mitte der Chipsdose und verhindert, dass er sich nach unten biegt. Nach der letzten Unterlegscheibe wird dann die zweite Mutter aufgedreht und die überstehenden Teile der Gewindestangen werden hinter den Muttern abgesägt. Damit ist der Direktor fertig und sieht so aus:

Antennen Bauzeichnung

2. Schritt: den Erreger bauen

Der Erreger ist recht einfach zu bauen, da er lediglich aus zwei Bauteilen besteht, nämlich aus Kupferdraht und dem N-Flansch. Zuerst wird ein etwa 2,5cm langes Stück Kupferdraht gerade gebogen. Für die Effektivität ist es wichtig, dass der Draht so gerade wie möglich ist. Danach wird der Kupferdraht in den messingfarbenen Innenleiter des N-Flansches gelötet.

3. Schritt: die Antenne zusammenbauen

Etwa 8,6cm vom Boden der Chipsdose entfernt wird nun ein Loch gearbeitet. Dieses Loch sollte nur so groß sein, dass das Gewinde des N-Flansches hindurchgeschoben werden kann. Der N-Flansch wird nun von innen nach außen durch das Loch geschoben, wodurch sich die quadratische Platte im Inneren der Chipsdose befindet. Mit etwas Heißkleber wird der N-Flansch anschließend fixiert. Nun wird nur noch der Direktor in die Chipsdose eingesetzt und damit ist die Antenne Marke Eigenbau auch schon fertig.

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