Beamer Eigenbau

Ein Beamer ist ein spezieller Projektor, der mit einem visuellen Ausgabegerät wie beispielsweise einem Videorekorder, einem DVD-Player oder einem Computer verbunden wird und die Bilder dann in vergrößertem Format auf eine Leinwand projiziert. Im Heimkinobereich gehören Beamer dabei mit zu den teuersten Produkten. Allerdings sind nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Folgekosten hoch, beispielsweise wenn die Lampen erneuert werden müssen. Insofern ist es verständlich, dass der eine oder andere Hobbybastler mit begrenztem Budget über einen Beamer Marke Selbstbau nachdenkt, der ihm dann großes Kinovergnügen für wenig Geld beschert.

Möchte der Hobbybastler seinen Beamer selber bauen, kann er dabei grundsätzlich zwischen zwei Möglichkeiten wählen. Zum einen kann er auf einen Selbstbausatz zurückgreifen, der alle wichtigen Komponenten enthält. Für eine einfache Variante kann er den Beamer aber auch vollständig selber bauen. Ein solcher Beamer liefert dann zwar nicht immer die bestmögliche Qualität, erfüllt aber seinen Zweck und ist zudem sehr günstig. Hier die Bauanleitung für einen solchen Beamer Marke Eigenbau.

Eine Variante für einen Beamer zeigt diese Videoanleitung:

Benötigte Materialien für den selbstgebauten Beamer

Für diesen Beamer können kostengünstige Gebrauchtgeräte verwendet werden. Wichtig ist nur, dass sie funktionsfähig sind. Benötigt werden

  • 1 TFT-Bildschirm
  • 1 Tageslichtprojektor
  • 2 8-10mm starke Streifen aus Holz oder Kunststoff sowie doppelseitiges Klebeband
  • 1 Lüfter

So wird der Beamer gebaut

1.) Der Selbstbau des Beamers gliedert sich im Wesentlichen in zwei Arbeitsschritte, nämlich zum einen in den Ausbau des Displays aus dem Bildschirm und zum anderen in den Zusammenbau des Beamers.

Beamer Eigenbau2.) Der erste Arbeitsschritt ist zugleich der schwierigste und zeitaufwändigste Arbeitsschritt beim Selbstbauen des Beamers. Hier geht es nämlich darum, das Display-Panel aus dem Bildschirm auszubauen. Dazu wird der Bildschirm mit der Rückseite nach oben auf die Arbeitsfläche gelegt und zuerst die Plastikverschalung des Standfußes entfernt. Meist ist diese Verschalung nur aufgesteckt, so dass der Standfuß nach dem Entfernen recht einfach komplett abmontiert werden kann. Bei vielen Monitoren verdeckt der Standfuß das VGA- und das Stromkabel und die Stecker dieser Kabel sind hinter dem Standfuß durch einen weiteren Plastikaufsatz geschützt. Also wird dieser Plastikaufsatz nun ebenfalls entfernt, dann werden die Stecker angezogen und zum Schluss werden die Halterungen des Standfußes demontiert. Meist halten die Schrauben der Halterungen auch das Gehäuse des Bildschirmes zusammen. Sobald die Schrauben entfernt sind, kann die Plastikverkleidung dann abgenommen werden. Teilweise sind die Verkleidungen an der Oberseite auch noch zusätzlich zusammengesteckt, hier hilft dann der Schrauberzieher, der vorsichtig dazwischengeschoben wird, weiter. Über dem Controller des Displays und den Platinen befinden sich in aller Regel weitere Blechabdeckungen. Diese werden nun ebenfalls entfernt, anschließend kann das Display-Panel samt Streuscheiben herausgenommen werden. Um Beschädigungen zu verhindern, können dabei die Steckverbindungen zwischen den Platinen, dem Controller und dem TFT zuerst gelöst und nach dem Ausbau dann wieder verbunden werden.

3.) Der schwierigste Teil ist damit geschafft, der Rest ist ein Kinderspiel. Das Panel sollte nie direkt auf der Glasscheibe des Projektors liegen, da es durch die enorme Wärmeentwicklung der Lampe innerhalb kürzester Zeit beschädigt werden könnte. Zudem muss das Display sicher befestigt sein, darf also nicht verrutschen. Daher werden jetzt zuerst die beiden Holz- oder Kunststoffstreifen seitlich auf der Glasscheibe befestigt, hierzu reicht doppelseitiges Klebeband völlig aus. Auf diese Streifen wird dann das Display aufgelegt und ebenfalls mit Klebestreifen befestigt. Zum Schluss wird noch der Lüfter eingebaut. Dieser kann entweder seitlich oder unter dem Beamer montiert werden und sorgt für die Kühlung. Im Grund ist der selbstgebaute Beamer damit auch schon fertig und muss nur noch entsprechend mit dem jeweiligen Ausgabegerät verkabelt werden. Wer möchte, kann aus optischen Gründen aber noch ein chices Gehäuse für seinen Beamer bauen.

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