Server Eigenbau

Die Bezeichnung Server stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Diener. Dabei handelt es sich bei einem Server entweder um eine Software, die mit einem anderen Programm als Client kommuniziert und so den Zugang zu Diensten verschafft, oder um die Hardware, auf der diese Software läuft. Während es für die Software nur die Bezeichnung Server gibt, wird bei einem Server als Hardware auch der Begriff Host verwendet.

Für den Laien stellt sich nun vermutlich die Frage, wofür ein Server konkret benötigt wird. Immer mehr Informationen werden in digitaler Form auf der Festplatte abgelegt, beispielsweise Texte, Bilder, Videos oder Musikdateien. Gibt es in einem Haushalt oder in einem Büro nun mehrere Computer, ist durch einen Server sichergestellt, dass von allen Rechnern aus auf diese Daten zugegriffen werden kann. Der Server ist damit eine Art Zentrale und übernimmt die Funktion des Hauptrechners, der die Daten für die übrigen Rechner des jeweiligen Netzwerkes bereitstellt. Fertige Server werden in unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Nicht immer können die Server jedoch die Wünsche des Kunden im Hinblick auf beispielsweise die Erweiterbarkeit, die Performance, die Energieeffizienz oder den Support erfüllen. Hinzu kommt der oft sehr hohe Preis. Wer sich etwas mit Computern auskennt, kann sich daher auch einen Server selber bauen. Die wesentlichen Kriterien für einen Server Marke Eigenbau sind dabei die Kosten, die Leistung und die Stabilität, aber auch Aspekte wie die Lautstärke oder der Stromverbrauch sollten berücksichtigt werden.

Und wie ein NAS-Server im Eigenbau entsteht, zeigt dieses Video:

Komponenten und Montage für einen Server Marke Eigenbau

Für einen leistungsfähigen Server werden grundsätzlich folgende Komponenten benötigt:

  • Server Eigenbau1 Hauptplatine
  • 2 Prozessoren
  • 1 ausreichend großer Arbeitsspeicher
  • 3 Festplatten
  • 1 Gehäuse

Über die Größe des benötigten Arbeitsspeichers sowie die Anzahl der Festplatten entscheidet, wie der Server ausgelegt ist, also wie viele Computer das Netzwerk umfasst und wie groß die abgelegten Datenmengen sind. Als Gehäuse kann ein echtes Servergehäuse aus dem Handel verwendet werden, für eine einfachere Variante reicht aber auch das Gehäuse von einem ausgemusterten Computer aus.

Server Eigenbauanleitung

1.) Bevor die Montage beginnen kann, sollte sich der Hobbybastler zunächst selbst erden. Dazu kann entweder ein Erdungsarmband verwendet werden oder es wird ein Wasserhahn angefasst. Die Erdung ist wichtig, um die statische Aufladung abzuleiten, die ansonsten die sensiblen elektronischen Bauteile beschädigen könnte.

2.) Zu einem Servergehäuse gehören meist neben dem Gehäuselüfter zwei zusätzliche Lüfter, die nun im ersten Arbeitsschritt zuerst eingebaut werden. Die Lüfter sind notwendig, damit kalte Luft von außen in den Server transportiert wird. Als nächstes wird die Blende des Motherboard-Herstellers an dem Gehäuse befestigt, sofern die Hauptplatine nicht zu der entsprechenden Blende auf dem Gehäuse passt. Nachdem die Schienen montiert sind, können dann auch schon die Festplatten eingebaut werden.

3.) Jetzt geht es mit der Hauptplatine weiter. Zuerst wird diese mit den beiden Prozessoren und den dazugehörigen Lüftern bestückt. Dabei sollte nicht vergessen werden, eine Wärmeleitpaste aufzutragen. Die Paste wird in einer gleichmäßigen Schicht auf die Oberseite der Prozessoren gestrichen. Dabei sollten die Oberflächen dünn, aber vollständig mit Paste bedeckt sein, damit eine optimale Verbindung zwischen Lüfter und Prozessor gewährleistet ist. Danach werden die Lüfter mit ihren Stromversorgungen auf der Hauptplatine verbunden. Damit beide Prozessoren auf den Arbeitsspeicher zugreifen können, müssen jeweils vier Riegel in die entsprechenden Steckplätze eingesetzt werden. Die genaue Anordnung der Riegel muss dabei aus der Beschreibung der Hauptplatine entnommen werden. Jetzt kann die Hauptplatine in das Gehäuse integriert werden. Zur Fixierung werden die mitgelieferten Abstandshalter und Schrauben verwendet, wobei die Schrauben grundsätzlich nicht zu fest angezogen werden sollten, um Beschädigungen an der Platine zu vermeiden.

4.) Nachdem alle Montagearbeiten erledigt sind, müssen nur noch die Komponenten miteinander verbunden werden. Dabei kann eigentlich nicht viel schiefgehen, denn jeder Stecker passt nur in den für ihn vorgesehenen Platz. Bei Zweifeln lohnt sich aber immer auch ein Blick in die Beschreibung der Hauptplatine.

5.) Sind alle Verbindungen erledigt, wird das Gehäuse zusammengeschraubt und die Ein- und Ausgabegeräte können angeschlossen werden. Dann wird das Netzteil in die Steckdose gesteckt, der Server eingeschaltet und wenn alles richtig gemacht wurde, ist er nach dem Konfigurieren von BIOS und RAID betriebsbereit.

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