Natursteinmauer Bauanleitung

Bei einer Natursteinmauer handelt es sich, wie der Name bereits erahnen lässt, um eine Mauer, die aus natürlichen Steinen wie beispielsweise Sandsteinen oder behauenen Kalksteinen besteht. Da es sich bei der Natursteinmauer somit um eine Mauer aus natürlichen Materialien handelt, fügt sich eine solche Mauer immer sehr harmonisch als dekoratives Element in ihre Umgebung ein, unabhängig davon, ob die Natursteinmauer nur als kleine Mauer, als Mauer zum Ausgleich von Höhenunterschieden, als Stützmauer oder als Einfassung von Beeten oder des Grundstücks gearbeitet wird. Einige Anregungen für eine Natursteinmauer finden sich hier:

Wer als weniger erfahrener Maurer seine Natursteinmauer selber bauen möchte, profitiert außerdem von den unterschiedlichen Formen der Steine. Diese geben der Mauer ihr charakteristisches Aussehen, bewirken nebenbei aber auch, dass kleinere Fehler kaum auffallen.

Materialien für eine Natursteinmauer

Eine Natursteinmauer kann entweder im Trockenbau oder als gemauerte Mauer gearbeitet werden. Wird die Mauer im Trockenbau gemauert, werden die Steine trocken, also ohne Mörtel aufeinandergesetzt. Die Zwischenräume werden dabei mit Sand oder Erde aufgefüllt, so dass sich eine solche Natursteinmauer hervorragend zur späteren Begrünung eignet.

Diese Bauanleitung erklärt den Selbstbau einer gemauerten Natursteinmauer. Neben Natursteinen werden für eine solche Mauer Beton für das Fundament, Bretter als Schalung und Mörtel benötigt. Beim Mörtel ist wichtig, dass dieser sowohl für das Vermauern von Natursteinen als auch für den Einsatz im Freien geeignet ist.

Natursteinmauer

Bauanleitung für eine Natursteinmauer

1.) Der erste Arbeitsschritt besteht im Anlegen des Fundaments für die Natursteinmauer. Dazu wird der Streifen, auf dem die spätere Mauer stehen soll, abgesteckt. Dabei sollte der Streifen etwas breiter sein als die geplante Mauerbreite. Dieser Streifen wird dann mindestens 80cm tief ausgehoben, um die Frostsicherheit zu gewährleisten. Mit Beton wird der ausgehobene Graben anschließend ausgefüllt, wobei es ratsam ist, eine Bewährung einzuarbeiten. Hierfür wird das Fundament mit einem Stahlgitter verstärkt, das in den Beton integriert wird. Bevor es nun weitergehen kann, muss das Betonfundament vollständig aushärten.

2.) Für das Mauern ist es nun entscheidend, wo der Gärtner seine Natursteinmauer bauen möchte. Wird die Natursteinmauer beispielsweise vor einer Terrasse oder als Beeteinfassung gemauert, reicht es meist aus, nur eine Mauerreihe zu setzen. In diesem Fall wird eine Schalung aus Brettern gesetzt, die mit einem kleinen Abstand zu der bereits vorhandenen Erhöhung verläuft. Bei einer freistehenden Natursteinmauer werden immer zwei Mauerreihen gearbeitet.

Natursteinmauer bauen3.) Zunächst wird jetzt eine Schnur gespannt, an der sich der Maurer orientieren kann. Anschließend wird eine Schicht Mörtel auf dem Fundament verteilt und die ersten Steine werden gesetzt. Wichtig dabei ist, dass sich der Mörtel sowohl unter als auch zwischen den Steinen befindet. Sind die Steine der ersten Steinreihe ausgerichtet und festgeklopft, wird der Zwischenraum zwischen der Steinreihe und der Bretterschalung oder zwischen den beiden Steinreihen mit Beton ausgefüllt. Anschließend kann die zweite Steinreihe gesetzt werden. Damit eine stabile Mauer entsteht, werden die Steine dabei immer mit einem leichten Versatz gesetzt. Auf diese Weise geht es nun immer weiter, bis die Natursteinmauer die gewünschte Höhe erreicht hat.

4.) Dabei wird eine Natursteinmauer auf den Sichtseiten immer zweireihig gemauert. Das bedeutet, wenn die Mauer vor einer Terrasse oder einem Hang gemauert wird, wird die Bretterschalung ab der Höhe, die über die Terrasse oder den Hang hinausgeht, durch eine zweite, parallel verlaufende Steinreihe ersetzt.

5.) Damit die Betonfüllung nicht zu sehen ist, wird die letzte Lage der Natursteinmauer dann aus eher flachen Steinen gearbeitet, die die Mauer abschließen und die Betonfüllung abdecken. Als letzter Arbeitsschritt werden die Fugen nachgearbeitet. Dazu wird mit einem Fugeisen überall dort Mörtel in die Fugen gegeben, wo die Fugen nicht vollständig gefüllt sind oder ungleichmäßig aussehen.

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