Wasserrad Bauanleitung

Bei einem Wasserrad handelt es sich um ein Rad, das sich durch die Kraft des Wassers bewegt. Früher waren Wasserräder die Herzstücke von beispielsweise Mühlen und dafür zuständig, dass Mahlwerke, Hammerwerke, Wasserschöpfwerke oder Generatoren angetrieben wurden. Bis heute sind die Wasserräder an vielen historischen Bauten noch erhalten oder wurden liebevoll restauriert, denn ein Wasserrad hat nicht nur einen praktischen Nutzen, sondern wirkt sich auch positiv auf die Optik aus.

Ein solches historisches Wasserrad zeigt dieses Video:

Als Dekoration für den Gartenteich kann sich der ambitionierte Gärtner und Hobby-Heimwerker auch selbst ein kleines Wasserrad bauen. Dies ist an sich nicht allzu schwer, erfordert jedoch etwas Geduld.

Materialliste für ein selbstgebautes Wasserrad

Dieses Wasserrad wird aus 6,5mm dickem Multiplex gebaut. Dieser Werkstoff ist wasserfest verleimt und eignet sich somit hervorragend für den Außenbereich. Für das Wasserrad werden nun folgende Materialien und Werkzeuge benötigt:

  • Wasserrad Bauanleitung2 Holzplatten, jeweils 40cm x 40cm groß
  • 12 Holzplatten, jeweils 10cm x 8cm groß als Schaufelwände
  • 12 Holzplatten, jeweils 8cm x 5,3cm groß als Schaufelböden
  • wasserfester Holzleim
  • kleine Nägel als Markierung- und als Befestigungsnägel
  • 1 Rundholzstück mit einem Durchmesser von 6cm, etwa 8cm lang
  • 1 Rundholzstück mit einem Durchmesser von 1,5cm als Achse in gewünschter Länge, alternativ ist auch ein Edelstahlstab möglich
  • Stichsäge
  • Bohrmaschine
  • Hammer
  • Bleistift

Bauanleitung für das Wasserrad

1. Arbeitsschritt: Zuschnitt und Markierungen

a.) Der erste Arbeitsschritt ist der Arbeitsschritt, der die meiste Geduld und Zeit in Anspruch nimmt. Zunächst werden jetzt nämlich alle Holzteile vorbereitet.

b.) Dazu werden aus den beiden 40cm x 40cm großen Holzplatten jeweils zwei Kreise ausgeschnitten, die die späteren Randscheiben ergeben. Anschließend werden die Positionen markiert, an denen die Schaufeln des Wasserrades positioniert werden. Außerdem werden mittig die Bohrlöcher für die Radaufhängung markiert und gebohrt.

c.) In die Markierungspunkte werden nun auch die Nägel eingeschlagen. Dabei reicht es aus, die Nägel nur so leicht einschlagen, dass sie gerade so im Holz stecken. Die Markierungsnägel dienen nur zur Fixierung der Schaufeln und werden später wieder entfernt. Die Schaufeln müssen später so angeordnet werden, dass sie sich in gleichmäßigen Abständen über die Radscheibe verteilen.

Wasserrad Bauzeichnung

d.) Die Schaufelwände können als einfache Rechtecke belassen werden. Etwas schöner sieht es jedoch aus, wenn aus der Frontseite kleine Dreiecke ausgeschnitten werden, die es außerdem auch dem Wasser etwas leichter machen.

e.) Der letzte vorbereitende Schritt besteht nun noch darin, das Rundholzstück mit 6cm Durchmesser exakt in der Mitte durchzubohren. Hierdurch wird dann später der dünne Rundholz- oder Edelstahlstab als Radaufhängung und Achse geschoben.

2. Arbeitsschritt: Zusammenbau des Wasserrades

1.) Nun geht es an den Zusammenbau des Wasserrades. Dazu werden die Flächen zwischen den Markierungsnägeln großzügig mit wasserfestem Leim bestrichen. Dann werden auch die Schaufelwände mit Leim versehen und zwischen den Markierungsnägeln positioniert. Zudem wird jetzt auch das dicke Rundholzstück über dem Loch in der Mitte angeleimt, wobei wichtig ist, dass die Löcher in der Radmitte und in dem Rundholz exakt übereinander liegen. Anschließend wird das Rad umgedreht und die Schaufelwände werden von der Rückseite aus mit Nägeln befestigt. Jetzt muss der Leim abbinden.

2.) Wenn der Leim abgebunden hat, werden die Markierungsnägel entfernt. Danach werden die Schaufelböden an die Schaufelwände geleimt. Dann muss wieder etwas abgewartet werden, bis der Leim etwas angezogen hat.

3.) Anschließend wird die zweite Radscheibe ebenfalls großzügig mit Leim zwischen den Markierungsnägeln versehen. Die Oberseiten der Schaufelwände und des Rundholzes werden dann auch mit Leim bestrichen und die Radscheibe wird aufgesetzt. Auch hier werden die Schaufelwände wieder mit Nägeln auf der Außenseite befestigt.

fertiges Wasserrad

4.) Zum Schluss muss nur noch der dünne Rundholz- oder Edelstabstab durch das Wasserrad geschoben werden. Bevor das Wasserrad montiert und in Betrieb genommen wird, muss der Leim jedoch vollständig ausgehärtet sein.

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