Paravent Bauanleitung

Ein Paravent wird auch als Spanische Wand bezeichnet und blickt bereits auf eine sehr lange Geschichte zurück. So nutzte schon der Sonnenkönig einen Paravent als Abschirmung, wenn er auf der Toilette saß. Damals war es übrigens ein Zeichen besonderer Anerkennung, wenn sich eine andere Person so nah am Paravent aufhalten durfte, dass sie die Geräusche und Gerüche wahrnehmen konnte. Einige Zeit lang wurden Paravents dann überwiegend in Krankenhäusern und Arztpraxen genutzt, um den Patienten vor den Blicken anderer während der Untersuchung oder Besprechung zu schützen. Mittlerweile hat der Paravent jedoch auch die Wohnräume erobert und dient hier einerseits zur Abgrenzung und andererseits als gestalterisches Element. Insgesamt ist es dabei recht einfach, einen dekorativen und gleichzeitig praktischen Paravent im Selbstbau anzufertigen.

Materialliste für einen Paravent

  • Paravent Bauanleitung16 Leisten, 190cm lang und 4cm x 2cm stark
  • 4 8mm starke Platten aus Sperrholz, 180cm x 58cm groß
  • 36 5er Holzdübel, 4,8cm lang
  • 6 Scharniere, 6cm x 3cm groß
  • 24 Holzschrauben zur Befestigung der Scharniere
  • Holzleim
  • Farbe oder Tapete nach Wahl
  • Akku-Schrauber / Bohrmaschine
  • Klemmzwingen

Bauanleitung für den Paravent

Dieser Paravent setzt sich aus vier Elementen zusammen, die jeweils 58cm breit sind. Möglich ist dabei natürlich auch, einen größeren oder einen kleineren Paravent zu bauen, wobei dann die Materialliste entsprechend abgeändert werden muss.


1. Arbeitsschritt: Bau der Einzelelemente

a.) Zunächst werden die vier Einzelelemente angefertigt. Damit keine störenden Verschraubungen aus Metall sichtbar sind, der Paravent aber dennoch die notwendige Stabilität und ein dekoratives Aussehen erhält, werden die Leisten und die Platten mittels Holzdübeln und Leim miteinander verbunden.

b.) Dazu werden zuerst zwei Holzleisten ausgelegt. Eine Platte wird nun dazwischen gelegt und mit den beiden anderen Holzleisten abgedeckt. Die Kanten der Leisten und der Holzplatte schließen dabei seitlich und oben bündig ab. Nun wird das Ganze mit Klemmzwingen fixiert, damit nichts mehr verrutschen kann.

Klemmzwinge

c.) Jetzt werden gleichmäßig verteilt 6 Löcher auf jeder Seite eines Einzelelements durch alle drei Holzteile gebohrt. Dann werden die Holzdübel mit etwas Leim versehen und durch die Löcher gesteckt. Auf diese Weise werden auch die anderen drei Einzelelemente angefertigt.

 

 

2. Arbeitsschritt: Zusammenbau der Einzelelemente

Bevor die Einzelelemente zusammengebaut werden, sollten die Leisten gestrichen werden. Wenn das Holz roh bleiben soll, bietet sich eine schützende Schicht aus Klarlack, Wachs oder Holzöl an, alternativ können die Leisten auch mit Lasur, Beizte oder bunter Farbe gestaltet werden. Wenn die Oberfläche trocken ist, werden die einzelnen Elemente miteinander verbunden, indem jeweils zwei festgeschraubte Scharniere zwei Einzelelemente zusammenhalten. Für die Optik ist es dabei schöner, wenn die Scharniere alle auf gleicher Höhe montiert werden.

Zusammenbau der Elemente


3. Arbeitsschritt: Gestaltung der Sperrholzplatten

Zum Schluss können nun noch die Holzplatten wunschgemäß gestaltet werden. Eine Möglichkeit hierfür ist, die Platten zu streichen, zu beizen oder zu lasieren. Die andere Möglichkeit ist, die Platten mit Tapetenkleister oder Sprühkleber zu versehen und mit einer dekorativen Tapete zu bekleben.

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