Kratzbaum Bauanleitung

Katzen haben scharfe Krallen und setzen diese auch gerne ein. Zudem klettern Katzen sehr gerne und suchen sich schöne, gemütliche Plätze, von denen aus sie entspannt ihre Umgebung beobachten können. Damit Couch, Teppiche, Vorhänge und Türrahmen von Kratzern und gezogenen Fäden verschont bleiben und Vorhänge und Schränke nicht zu Klettergerüsten umfunktioniert werden, benötigt der Stubentiger einen Kratzbaum.

Hier kann er seine Krallen schärfen, nach Herzenslust toben und klettern und findet ein kuscheliges Ruheplätzchen, so wie beispielsweise hier:

Kratzbäume gibt es im Handel in allen erdenklichen Größen und Formen zu kaufen. Allerdings haben Kratzbäume zum Teil auch ordentliche Preise. Insofern ist der Katzenbesitzer gut beraten, den Kratzbaum selber zu bauen und so ein besonderes Unikat für seinen Stubentiger zu schaffen.

Materialliste für den Kratzbaum

  • 1 Holzplatte, 100cm x 60cm x 2cm als Bodenplatte
  • 2 Holzplatten, 40cm x 40cm x 2cm als Liegeflächen
  • 1 Rohr mit 25cm Durchmesser, 40cm tief aus sehr fester Pappe oder Kunststoff
  • Rundhölzer mit 10cm Durchmesser oder 10cm x 10cm Balken, 1x 100cm lang und 2x 80cm lang
  • Sisalseil und Krampen zum Fixieren
  • Teppich oder dicker Plüschstoff
  • Latexkleber
  • Holzschrauben und Unterlegscheiben
  • 7cm x 7cm große Metallwinkel
  • 2 Sechskant-Holzschrauben 12 x 120 und 2 Unterlegscheiben

Bauanleitung für den Kratzbaum

Kratzbaum Bauzeichnung

Das Bohren der Löcher

Im ersten Arbeitsschritt beim Selbstbau des Kratzbaumes werden die Schraublöcher in den senkrechten Pfosten und den Liegeflächen gebohrt. In die senkrechten Pfosten wird jeweils ein Loch in der Mitte gearbeitet und zwar sowohl auf den unteren als auch auf den oberen Stellflächen.

In eine der beiden Holzplatten, die die späteren Liegeflächen ergeben, wird ein Loch exakt in der Mitte gearbeitet. Die obere Liegefläche wird versetzt angeordnet, so dass das Loch hier ebenfalls entsprechend versetzt gebohrt wird. Außerdem wird die Röhre mit einem Loch in der Mitte versehen.

Auf der Bodenplatte werden ebenfalls zwei Löcher gearbeitet. Hier werden die Löcher von der Unterseite aus gearbeitet und zwar an den Stellen, an denen später die senkrechten Pfosten stehen sollen. Anschließend werden alle Löcher abgesenkt, so dass die Schraubenköpfe später im Holz verschwinden.

Der Zusammenbau des Kratzbaumes

Kratzbaum BauanleitungJetzt wird der Kratzbaum zusammengesetzt. Zuerst werden dazu der 100cm lange und einer der beiden 80cm langen Pfosten über den Löchern auf der Bodenplatte positioniert und von unten mithilfe der Sechskant-Schrauben und der Unterlegscheiben verbunden. Von der Oberseite aus werden dann die Metallwinkel angeschraubt, die für zusätzliche Stabilität sorgen.

Auf den 100cm langen Pfosten wird nun die Röhre gesetzt und von innen verschraubt. Auf den anderen Pfosten wird die erste Liegefläche montiert. Darauf wird dann der zweite Pfosten gesetzt und darauf die zweite Liegefläche. Auch hier sorgen Metallwinkel wieder für zusätzliche Stabilität.

Der Feinschliff

Jetzt können die Pfosten mit Sisalseil umwickelt werden. Dazu werden die Pfosten jeweils mit Latexkleber eingestrichen. Anschließend wird das Seil möglichst dicht gewickelt, wobei das untere Ende mit Krampen gesichert wird. Die Pfosten werden nun samt der Metallwinkel verkleidet, am oberen Ende wird das Seil nochmals mit Krampen gesichert.

Zum Schluss müssen noch die Liegeflächen gepolstert werden. Dies kann mit Teppich, Plüschstoff oder auch Handtüchern erfolgen. Der Stoff wird rundum 5cm größer zugeschnitten als die benötigte Fläche, aufgelegt und auf der Unterseite entweder ebenfalls mit Latexkleber festegeklebt oder mit Tackernadeln fixiert. Alternativ ist möglich, mit Klettband zu arbeiten. Dabei wird eine Seite des Klettbandes auf die Liegeflächen geklebt oder getackert, die andere Seite wird auf den Stoff genäht. Dadurch kann der Stoff dann bei Bedarf gewaschen oder ausgetauscht werden.

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