Bauanleitung Bauplan

Bauanleitungen gibt es für die verschiedensten Dinge. Dabei bezeichnet der Begriff Bauanleitung als Oberbegriff zunächst die Beschreibung, wie der jeweilige Gegenstand gebaut wird. Neben den Angaben zu benötigen Materialien und Werkzeugen enthält eine Bauanleitung mehr oder weniger ausführliche Beschreibungen der einzelnen Arbeitsschritte. In vielen Fällen umfasst eine Bauanleitung zudem einen Bauplan. Dieser verdeutlicht die Arbeitsschritte in Form von schematischen Zeichnungen, die meist als Konstruktionszeichnungen gestaltet und mit den wichtigsten Maßen versehen sind. Das Gegenstück zu einem Bauplan ist bei einer Bauanleitung für einen elektronischen Gegenstand ein Schaltplan. Der Schaltplan wird auch als Schaltbild bezeichnet und es handelt sich dabei um die grafische Darstellung einer elektrischen Schaltung.

Der Schaltplan als Bestandteil einer Bauanleitung

Bauanleitung BauplanAls Bestandteil einer Bauanleitung stellt der Schaltplan die elektrischen Funktionen und die Stromverläufe dar. Das bedeutet, der Schaltplan zeigt dem Heimwerker beispielsweise auf, wie er Kabel miteinander verbinden muss oder wie die einzelnen Elemente angeordnet werden. Dabei kommen Schaltpläne sowohl beim eigentlichen Bauen als auch später bei Umbauten oder Reparaturen zum Einsatz. Insofern sind Schaltpläne auch eine Art Nachschlagewerk und Orientierungshilfe, müssen aber immer auch entsprechend beschriftet sein.

Anders als bei Bauanleitungen wird bei Schaltplänen nicht mit Worten, sondern mit Symbolen gearbeitet. Für jedes Bauteil gibt es ein eigenes Symbol, das auch Schaltzeichen genannt wird. Dabei handelt es sich bei den Schaltzeichen um einfache Symbole, die sich aus Linien und teils anderen geometrischen Symbolen zusammensetzen. Das Größenverhältnis spielt beim Erstellen eines Schaltplanes keine Rolle. Anders als bei maßstabsgetreuen Bauplänen ist es bei einem Schaltplan somit unerheblich, wie lang beispielsweise ein Kabel ist oder wie groß die Entfernung zwischen einer Glühbirne und dem Lichtschalter ist.

In der folgenden Grafik sind die wichtigsten Schaltzeichen dargestellt, die der Hobbybastler kennen sollte, um selbst einen Schaltplan zu zeichnen oder lesen zu können.

Schaltplan Bauplan 1

Eine Batterie wird beispielsweise durch zwei senkrechte Striche dargestellt. Der längere Strich symbolisiert dabei immer den Pluspol und der kürzere Strich den Minuspol. Leitungen werden durch einfache Linien symbolisiert. Treffen zwei Leitungen aufeinander, zeigt ein ausgefüllter Kreis oder ein ausgefülltes Rechteck an, dass diese beiden Leitungen miteinander verbunden sind. Fehlt das ausgefüllte Symbol in der Mitte, bedeutet das, dass die beiden Leitungen keinen Kontakt zueinander haben. Um sich auf dem Schaltplan zurechtzufinden und die einzelnen Bauteile voneinander unterscheiden zu können, werden diese nummeriert. Den Nummern wird dabei die jeweilige Bezeichnung vorangestellt. Kondensatoren werden beispielsweise mit einem C und Widerstände mit einem R gekennzeichnet, so dass die Kondensatoren in einer Schaltung dann mit C1, C2, C3 und die Widerstände mit R1, R2 und R3 beschriftet werden.

Eine haushaltstypische Situation besteht beispielsweise darin, dass zwei Schalter in Reihe vorhanden sind, die zusammen mit einer Lampe an eine Stromquelle angeschlossen werden sollen. Dabei soll die Lampe leuchten, wenn einer der beiden oder beide Schalter betätigt werden. Der Schaltplan für diese Schaltung würde dann so aussehen:

Schaltplan Bauplan 2

Für einen Laien ist es sicher nicht ganz so einfach, einen Schaltplan als Bauplan selber zu zeichnen. Wer sich jedoch näher mit der Materie beschäftigt und Elektronisches selber bauen möchte, wird vermutlich nicht darum herumkommen, sich zumindest ein Grundlagenwissen anzueignen.

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