Laminat verlegen: Die optimale Strategie

Aktualisiert am 17. Juni 2020 von Ömer Bekar

Anleitung für Laminat verlegen
Wir zeigen Ihnen in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie das Verlegen von Laminat funktioniert.

Ein Fußboden in Holzoptik verleiht einem Raum eine warme und gemütliche Note. Zudem macht er optisch viel her, ist unempfindlich und vergleichsweise pflegeleicht. Entscheiden Sie sich für Laminat, können Sie den neuen Boden problemlos selbst verlegen. Im Unterschied zu beispielsweise Parkett brauchen Sie nämlich kein besonderes Fachwissen. Und auch spezielle Werkzeuge sind nicht notwendig. Ein paar Dinge sollten Sie aber beachten. Wir erklären, wie Sie Laminat richtig verlegen. Und ein paar gute Tipps haben wir natürlich auch für Sie.

Für einen Heimwerker dürfte die Verlegung von Laminat keine große Herausforderung sein. Vor allem das sogenannte Klick Laminat lässt sich schnell und einfach verarbeiten. Denn das Klick-Geräusch zeigt an, dass die Paneele eingerastet und fest verbunden sind.

Ein paar Regeln müssen aber auch beim Verlegen von Laminat eingehalten werden. Welche das sind und wie Sie bei Ihrem neuen Bodenbelag am besten vorgehen, erfahren Sie in dieser Anleitung.

Das benötigte Material berechnen

Im allerersten Schritt müssen Sie ermitteln, wie viele Quadratmeter Laminat Sie brauchen. Dafür messen Sie den Raum aus. Anschließend multiplizieren Sie die Länge mit der Breite und rechnen etwa zehn Prozent für den Verschnitt hinzu.

Ein Beispiel: Angenommen, das Zimmer ist vier Meter lang und viereinhalb Meter breit. Daraus ergibt sich eine Fläche von 4 m x 4,5 m = 18 m2. Rechnen Sie jetzt noch rund zehn Prozent für den Verschnitt dazu, sollten Sie für dieses Zimmer um die 20 m2 Laminat besorgen.

Den ermittelten Wert können Sie bei Gelegenheit auch gleich auf die Anzahl der Kartons umrechnen. Je nach Hersteller und Sorte reichen die Paneele in einem Paket für 1,5 bis 2,8 m2.

Tipp: Generell sollten Sie lieber etwas zu großzügig rechnen, als zu knapp kalkulieren. Denn es kann passieren, dass beim Zuschnitt mal etwas schiefgeht. Bleiben Dielen übrig, haben Sie außerdem Ersatz. Sollte später ein Paneel kaputtgehen und ausgetauscht werden müssen, sind Sie gerüstet.

Notieren Sie sich auch die benötigte Menge an Sockelleisten. Die Leisten kaschieren die Dehnungsfuge und sorgen für einen ordentlichen Abschluss. Für die Sockelleisten müssen Sie die laufenden Meter ausrechnen. Dazu addieren Sie die Länge und die Breite und verdoppeln den Wert.

In unserem Beispiel-Zimmer wären das somit (4 m + 4,5 m) x 2 = 17 m. Planen Sie aber auch bei den Leisten etwas Verschnitt ein.

Die Vorbereitungen

Vor dem Verlegen braucht das Laminat mindestens 48 Stunden, um sich an das Raumklima anzupassen. Verteilen Sie die geschlossenen Pakete dazu flach nebeneinander liegend im Zimmer. Im Raum selbst sollte eine normale Raumtemperatur herrschen.

Es kann nicht schaden, wenn Sie jetzt schon die Türen begutachten. Damit sie nicht übers Laminat schleifen, wenn sie geöffnet und geschlossen werden, müssen sie eventuell gekürzt werden. Doch bevor Sie zum Hobel oder zur Säge greifen, sollten Sie sich in einer Mietwohnung unbedingt mit Ihrem Vermieter absprechen.

Wenn der neue Boden nur ein paar Millimeter höher wird, können Sie aber auch folgendes probieren: Hängen Sie die jeweilige Tür aus und schieben Sie eine oder mehrere Unterlegscheiben auf die Türangeln. Wieder eingehängt, sitzt die Tür dadurch etwas höher.

Die Unterlage fürs Laminat verlegen

Unter dem Laminat wird eine Trittschalldämmung verlegt. Sie reduziert einerseits die Geräusche beim Laufen und sorgt andererseits für eine zusätzliche Wärmedämmung. Außerdem kann die Trittschalldämmung kleinere Unebenheiten im Untergrund ausgleichen.

Sind die Unebenheiten im Boden größer als drei Millimeter, müssen Sie den Boden aber abschleifen oder mit einem Fließspachtel glätten. Nur die Trittschalldämmung auszulegen, reicht dann nicht.

Trittschalldämmungen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Je nach Untergrund wird eine PE-Folie als Dampfsperre und darüber die eigentliche Dämmung verlegt. Oder es kommt nur eine Schicht zum Einsatz, die aus Bahnen oder Dämmplatten bestehen kann.

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Lassen Sie sich im Zweifel dort beraten, wo Sie das Laminat kaufen. Denn wenn zum Beispiel eine Fußbodenheizung installiert ist, müssen Dämmung und Laminat dazu passen.

Die Trittschalldämmung verlegen Sie immer im rechten Winkel zum Laminat. Dadurch verlaufen die Längsfugen der beiden Lagen später nicht übereinander.

Bauen Sie mit einer Trittschalldämmung als Meterware, rollen Sie die Bahnen von Wand zu Wand aus. Ist eine Dampfsperre integriert, muss die Dämmung an den Wänden einen 3 bis 5 cm hohen Rand bilden.

Die Bahnen selbst verlegen Sie entweder dicht nebeneinander oder bis zu 20 cm überlappend. Klebeband auf der Oberseite verhindert, dass die Bahnen verrutschen. Die genaue Anleitung ist aber auf der Verpackung angegeben.

Dämmplatten werden einfach nur dicht nebeneinander im Raum ausgelegt. Zuschneiden können Sie die Platten mit einem Cuttermesser.

Die wichtigsten Regeln beim Verlegen von Laminat

Laminat besteht überwiegend aus Holz. Weil Holz als natürliches Material in Bewegung bleibt, wird auch davon gesprochen, dass Holz arbeitet. Damit ist gemeint, dass sich Holz als Reaktion auf die Luftfeuchtigkeit und die Temperaturen im Raum ausdehnt und zusammenzieht.

Diese Bewegungen gibt es auch beim Laminat. Eine Faustregel besagt, dass die Größe auf einen Meter Laminat ungefähr einen Millimeter schwankt. Damit sichergestellt ist, dass der Boden arbeiten kann, sollten Sie deshalb folgende Regeln einhalten:

  • Wenn Sie das Laminat verlegen, sollte es im Raum nicht kühler als 18 °C sein, bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 Prozent. Der Untergrund sollte mindestens 15 °C warm sein. Insgesamt sollte also ein normales Raumklima herrschen, das sich auch in den drei Tagen nach dem Verlegen nicht großartig ändert.
  • Laminat wird immer schwimmend verlegt. Die Paneele werden also nicht verklebt, genagelt, verschraubt oder sonst wie mit dem Untergrund verbunden. Stattdessen liegen sie nur lose auf.
  • Zwischen dem Laminat und den Wänden muss es eine umlaufende Dehnungsfuge geben. Sie sollte 10 bis 15 mm breit sein. Bei angrenzenden Bauteilen wie Türen, Treppen oder auch Rohren müssen Sie die Dehnungsfuge ebenfalls beibehalten.
  • Zugeschnittene Paneele sollten mindestens 40 cm lang und 5 cm breit sein.
  • Die Sockelleisten befestigen Sie nicht am Laminat, sondern immer nur an der Wand.

Die optimale Richtung beim Verlegen von Laminat

Das Laminat verlegen Sie grundsätzlich längs zur Haupt-Lichtquelle im Raum. Weil die Fugen dadurch parallel zum Lichteinfall verlaufen, sind sie kaum zu sehen und der Laminatboden wirkt wie eine geschlossene Fläche. Außerdem kommt das Dekor durch den Lichteinfall gut zur Geltung.

Würden Sie das Laminat quer zur Haupt-Lichtquelle verlegen, könnte der Boden uneben und unruhig aussehen. Allerdings gibt es in einem Raum oft mehrere Fenster und Türen. In diesem Fall legen Sie am besten probeweise ein paar Paneele längs und quer im Raum aus. So können Sie herausfinden, was schöner wirkt.

Neben dem Lichteinfall können auch der Grundriss und die Laufrichtung Einfluss auf die optimale Verlegerichtung haben. Und hier gilt:

  • Verlegen Sie das Laminat längs zur Laufrichtung, wird der Raum optisch gestreckt. Er scheint also länger, als er in Wirklichkeit ist. Ein Zimmer, das nicht sehr lang, dafür aber recht breit ist, wirkt dadurch größer. Im Unterschied dazu sieht ein langer, schmaler Raum wie zum Beispiel ein Flur noch schlauchartiger aus.
  • Wenn Sie das Laminat quer zur Laufrichtung verlegen, wird der Raum optisch gestaucht. Das kommt einem langen und schmalen Raum zugute. Denn er wirkt dadurch breiter.

Eine weitere Möglichkeit ist, das Laminat diagonal durch den Raum verlaufen zu lassen. Ein Zimmer mit einem unregelmäßigen Schnitt oder mit vielen Ecken und Nischen erscheint dadurch größer. Außerdem sorgt die diagonale Verlegung für ein harmonisches und modernes Gesamtbild. Allerdings ist das Verlegen ziemlich aufwändig und Sie haben viel Verschnitt.

Die Werkzeuge fürs Verlegen von Laminat

Für den neuen Fußboden brauchen Sie die Trittschalldämmung, das Laminat und Sockelleisten. Außerdem benötigen Sie wasserfesten Holzleim, etwas Silikon, eventuell Profile für den Übergang zu anderen Räumen und Rosetten, um Aussparungen an Rohren abzudecken.

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Was die Werkzeuge angeht, steht folgendes auf der Liste:

  • Zollstock
  • Winkel und Bleistift
  • Abstandhalter
  • Stich- oder Kreissäge
  • Zugeisen
  • Hammer und Schlagholz, wenn Sie kein Klick-Laminat verarbeiten

Runde Aussparungen lassen sich schnell und einfach mit einem Forstnerbohrer aussägen. Haben Sie so einen Aufsatz nicht, müssen Sie sich aber nicht extra einen besorgen. Die Ausschnitte kriegen Sie auch mit einer normalen Säge hin.

Laminat verlegen – so geht’s

Haben Sie die Trittschalldämmung verlegt und konnte sich das Laminat mindestens zwei Tage lang akklimatisieren, können Sie sich dem neuen Bodenbelag widmen.

Das Verlegen der ersten Reihe

Bevor Sie die ersten Paneele verlegen, sollten Sie überschlagen, wie breit die letzte Reihe Laminat ungefähr sein wird. Bei einem Streifen, der schmaler sein wird als 5 cm, schneiden Sie die Paneele für die erste Reihe der Länge nach ein Stück ab. Ansonsten entfernen Sie nur die Federn der Dielen.

Danach prüfen Sie, wie viele Paneele Sie für eine Reihe brauchen. Meistens werden Sie die letzte Diele der Reihe zuschneiden müssen. Dieses Stück sollte dann aber mindestens 40 cm lang sein. Würde es kürzer, sägen Sie das erste Paneel ebenfalls ab, um auf das benötigte Maß zu kommen.

Für den Zuschnitt legen Sie das jeweilige Paneel mit dem Dekor nach unten hin und markieren sich auf der Rückseite mit dem Bleistift die Schnittkante. Anschließend sägen Sie die Diele von der Rückseite aus mit der Stich- oder Kreissäge ab.

Beim Verlegen starten Sie in der rechten Ecke des Zimmers. Von dort aus legen Sie die Paneele nebeneinander, mit der abgeschnittenen Feder-Seite zur Wand hin aus. Um das Laminat zu verbinden, schieben oder klicken Sie die Paneele an den Stirnseiten zusammen.

Wichtig ist, dass Sie die Dehnungsfuge einarbeiten. Sie muss rundherum an allen Wänden verlaufen, also sowohl an der Längsseite als auch an den schmalen Seitenkanten. Richten Sie die Paneele dafür so aus, dass ein 10 bis 15 mm breiter Spalt entsteht. Diesen Spalt fixieren Sie dann mit Abstandshaltern aus Plastik oder kleinen Holzkeilen.

Die zweite und die weiteren Reihen Laminat verlegen

Ist Ihnen von der ersten Reihe ein Abschnitt übrig geblieben, der mindestens 40 cm lang ist, können Sie die zweite Reihe mit diesem Reststück beginnen. Ansonsten schneiden Sie ein Paneel zu.

Beim Laminat müssen die Fugen nämlich versetzt sein und der Versatz sollte mindestens 40 cm betragen.

Andernfalls werden die Nut- und Federverbindung nicht stabil genug. Außerdem könnte das Laminat bei Belastung auseinander gehen, was unschöne Fugen zur Folge hätte.

Die Feder vom Paneel schieben Sie in einem leicht schrägen Winkel in die Nut von den Paneelen der Vorreihe und drücken die Diele anschließend nach unten. Bei Klick-Laminat ist ein Klick-Geräusch zu hören, wenn die Paneele eingerastet sind.

Der Winkel ist richtig, wenn sich die Paneele ohne Kraftaufwand zusammenschieben lassen. Aber keine Sorge: Die richtige Vorgehensweise erklärt sich beim Verlegen von selbst. Und nach ein paar Dielen haben Sie die Technik im Griff.

Bei einem Laminat ohne Klick-System sorgen Sie für stabile Verbindungen, indem Sie ein Stück Holz an der Kante anlegen und mit dem Hammer dagegen klopfen. Schlagen Sie nicht direkt auf die Diele, denn dadurch könnten Sie Nut und Feder beschädigen. An den Rändern leistet ein Zugeisen gute Dienste.

Denken Sie außerdem immer an die Dehnungsfuge!

Bei den nächsten Reihen gehen Sie genauso vor. Am Anfang einer Reihe verlegen Sie also immer im Wechsel ein ganzes Paneel und einen Zuschnitt. Die Paneele schieben Sie erst längs und anschließend an den Stirnseiten ineinander. Und achten Sie darauf, dass nirgends Fugen entstehen, sondern alle Paneele press ineinander sitzen.

Das Laminat in der letzten Reihe verlegen

Sind Sie am anderen Ende vom Raum angekommen, werden Sie das Laminat oft der Länge nach und in der Breite zuschneiden müssen. Dafür messen Sie die benötigte Breite aus. Die Schnittkante zeichnen Sie wie gehabt auf der Rückseite an und sägen die Paneele zu. Denken Sie beim Ausmessen aber daran, dass Sie die Dehnungsfuge noch abziehen müssen.

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Um die Paneele einzupassen, können Sie sich mit dem Zugeisen behelfen. Sie können die Federn aber auch abschneiden und die Paneele mit dem schon verlegten Laminat verleimen.

Sockelleisten und Übergangsprofile anbringen

Sind Sie mit dem Verlegen vom Laminat fertig, können Sie die Abstandshalter herausziehen. Anschließend montieren Sie die Sockelleisten, um die Dehnungsfuge abzudecken. Die Leisten befestigen Sie aber an der Wand. Sie werden nicht mit dem Laminat verschraubt.

In Ecken sollten Sie die Leisten auf Gehrung sägen. Gleiches gilt, wenn Sie mehrere Sockelleisten nebeneinander anbringen. Der Gehrungsschnitt sorgt dafür, dass die Übergänge optisch weniger auffallen.

Am Übergang zum nächsten Raum oder einem anderen Bodenbelag bringen Sie ein sogenanntes Übergangsprofil an. Das Profil wird, je nach Ausführung, ins Laminat eingerastet, am Boden festgeklebt oder mit dem Untergrund verschraubt. Auch hier muss die Dehnungsfuge aber erhalten bleiben. Die genaue Anleitung für das Verlegen der Schiene steht auf der Verpackung.

Laminat an besonderen Stellen und in großen Räumen verlegen

Sind die Wände sehr krumm und schief oder hat der Raum viele Ecken und Nischen, werden Sie die Paneele immer wieder passend zuschneiden müssen. Zusätzlich dazu werden Ihnen aber noch weitere Hindernisse wie Rohre und Türzargen begegnen. Ist der Raum sehr groß, müssen Sie außerdem zusätzliche Dehnungsfugen einarbeiten.

Rohre und Leitungen

Grafik zu Laminat verlegenRagt ein Heizungsrohr oder eine andere Leitung aus dem Boden, bringen Sie das Paneel zuerst auf die richtige Länge.

Anschließend legen Sie das Paneel neben das Rohr und markieren sich die Aussparung. Dabei zeichnen Sie den Ausschnitt rundherum 10 mm größer an, um die Dehnungsfuge sicherzustellen.

Dann können Sie das Loch ausschneiden. Bei runden Aussparungen erweist sich der Forstnerbohrer als ideales Werkzeug.

Nun schneiden Sie das Paneel über den Ausschnitt hinweg schräg auseinander. Die schräge Schnittkante schafft eine größere Verbindungsfläche.

Tipp: Haben Sie keinen Forstnerbohrer, sägen Sie das Paneel zuerst an Ihrer Markierung schräg auseinander. Mit einer Stich- oder Handsäge können Sie die Aussparung anschließend herausschneiden.

Nach dem Zuschnitt verbinden Sie zuerst das längere Stück des Paneels mit dem Laminat. Danach tragen Sie auf die Schnittkante vom kürzeren Stück reichlich Holzleim auf, setzen es ein und pressen es fest an die Gegenseite.

Um den Ausschnitt abzudecken, verwenden Sie eine Rosette oder Kappe. Diese sind passend zum Laminat im Baumarkt und Holzfachhandel erhältlich.

Türrahmen

An einer Türzarge gibt es für das Verlegen vom Laminat zwei Möglichkeiten.

Besteht der Türrahmen aus Holz, können Sie ihn abschneiden und das Laminat anschließend unter die Zarge schieben. Dafür legen Sie ein Reststück Laminat an die Zarge an. So können Sie die richtige Höhe ermitteln. Dann kürzen Sie den Rahmen mit einer Tauchsäge.

Tipp: Kleben Sie die Schnittfläche zuvor mit Malerkrepp ab. Dadurch splittert das Holz nicht.

In einer Mietwohnung, bei einem Türrahmen aus Metall oder natürlich, wenn Sie an der Zarge nichts absägen wollen, verlegen Sie das Laminat wie an einem Rohr. Dazu legen Sie das Paneel an und übertragen den Ausschnitt samt Dehnungsfuge. Haben Sie das zugeschnittene Paneel eingepasst, dichten Sie die Fuge mit Silikon ab.

Sehr große Räume

Durch die umlaufende Dehnungsfuge kann das Laminat arbeiten. Gäbe es den Spalt nicht, würde sich der Boden im Laufe der Zeit wölben, Fugen bilden oder an den Verbindungen kaputtgehen.

In einem sehr großen Raum reicht eine umlaufende Fuge aber nicht aus, um die Bewegungen sicherzustellen. Deshalb müssen Sie weitere Dehnungsfugen setzen, und zwar

  • in der Breite alle acht Meter und
  • alle zehn Meter in der Länge gemessen.

Für so eine zusätzliche Fuge verbinden Sie die beiden Laminatreihen nicht miteinander, sondern lassen einen 10 mm breiten Spalt. Mit einem Übergangsprofil decken Sie den Spalt anschließend ab.