Computer Bauanleitung

Mittlerweile gibt es Computer in den unterschiedlichsten Ausführungen, so dass sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene sicherlich ein Modell finden können, das ihren Anforderungen gerecht wird. Zudem gibt es eine Reihe von Herstellern, die sich auf Computer für bestimmte Einssatzzwecke spezialisiert haben und insofern auch Sonderwünsche erfüllt werden können. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Preise für Computer und PC-Zubehör in den letzten Jahren deutlich gesunken sind, wodurch es sich rein aus finanziellen Gründen vermutlich kaum noch lohnt, einen Computer im Selbstbau zusammenzustellen. Andererseits kann der Hobbybastler natürlich seinen Computer selber bauen und sich auf diese Weise einen Rechner kreieren, der exakt seinen Wünschen, Vorstellungen und Bedürfnissen entspricht. Eine Computer Bauanleitung gliedert sich dabei in zwei grundlegende Schritte, nämlich zum einen in das Zusammenstellen der Komponenten und zum anderen in den Zusammenbau des Computers.

1. Schritt: die Komponenten auswählen

Je nach Verwendungszweck sollte ein Computer unterschiedliche Komponenten beinhalten, damit die gewünschten Anwendungen auch tatsächlich realisiert werden können. Gleichzeitig benötigt jedoch ein Computer, der ausschließlich für Büroarbeiten und gelegentliches Surfen im Internet genutzt wird, beispielsweise nicht zwingend eine qualitativ extrem hochwertige Soundkarte. Allerdings gibt es einige grundlegende Komponenten im Zusammenhang mit dem Bau eines Computers und je nach persönlichen Bedürfnissen muss die Materialliste dann entsprechend ergänzt werden.

  • Computer BauanleitungDas Gehäuse. Im Hinblick auf das Gehäuse spielt die Größe in Zentimetern eine untergeordnete Rolle, denn wichtiger sind die Bauart und die Form. Die Standard-Gehäusebauart ist ATX und ein großer Vorteil dieser Norm ist, dass auf diese Weise sichergestellt ist, dass die einzelnen Bauteile in das Gehäuse passen. Die Größe des Gehäuses wird durch die Form vorgegeben und hier gibt es beispielsweise Big, Midi, Desktop oder Mini. Viele Gehäuse sind bereits mit einem Netzteil ausgestattet. Für einen Laien ist diese Variante auch die beste Wahl.
  • Das Mainboard. Das Mainboard verbindet und koordiniert die einzelnen Bauteile des Computers. Damit der Computers möglichst leise arbeitet, sollte das Mainboard passiv gekühlt sein. Zudem muss das Mainboard über genügend Steckplätze und Anschlüsse für die vorhandene Hardware und für Hardware, die eventuell später noch nachgerüstet wird, verfügen.
  • Der Prozessor. Dieser wird auch CPU genannt und erledigt als Herzstück des Computers die meisten Rechneraufgaben. Bei der Auswahl ist vor allem wichtig, dass Prozessor und Mainboard zusammenpassen.
  • Der Arbeitsspeicher. Wie groß der Arbeitsspeicher sein sollte, hängt von den gewünschten Anwendungen ab. Je größer der Arbeitsspeicher ist, desto langsamer sind die Geschwindigkeiten, weshalb ein zu großer Arbeitsspeicher letztlich mehr Nachteile als Vorteile bringt. Sehr wichtig ist außerdem, dass das Mainboard den Arbeitsspeicher im Hinblick auf die Speichergröße, die Latenz und den Takt unterstützen muss.
  • Die Festplatte. Für einen einfachen Computer dürfte eine Festplatte mit ausreichend großer Kapazität ausreichen, sicherheitshalber können aber immer auch mehrere Festplatten eingebaut werden.
  • Die Grafikkarte. Die Ansprüche an die Grafikkarte ergeben sich wieder aus dem Anwendungszweck. Ein Computer, der überwiegend zum Spielen genutzt wird, benötigt natürlich eine deutlich hochwertigere Grafik- und übrigens auch Soundkarte, als ein Computer, mit dem hauptsächlich Briefe geschrieben werden.
  • Das Laufwerk. Als Laufwerk bietet sich ein Laufwerk an, das CDs und DVDs lesen und brennen kann. Auf ein Diskettenlaufwerk kann heute in aller Regel verzichtet werden.

Die meisten Gehäuse werden zusammen mit passenden Lüftern angeboten, zudem verfügen auch die meisten Hardwarekomponenten über entsprechende Lüfter. Generell gilt bei der Zusammenstellung der Komponenten jedoch immer, dass diese unbedingt zusammenpassen müssen. Ist dies nicht der Fall, wird der Computer nicht funktionieren.

2. Schritt: den Computer bauen

Bevor der Zusammenbau des Computers beginnt, sollten zwei Dinge erledigt werden. Zum einen sollten die Handbücher und Bedienungsanleitungen der einzelnen Bauteile studiert werden, um sich einen Überblick zu verschaffen. Zum anderen sollte sich der Hobbybastler erden, um Defekte an der Hardware zu vermeiden. Das Erden kann durch ein Erdungsarmband oder durch das regelmäßige Anfassen eines Gegenstandes wie eines Heizkörpers oder eines Wasserhahnes erfolgen.

1. Das Gehäuse vorbereiten

Der eigentliche Bau des Computers beginnt mit dem Aufschrauben der Gehäuserückseite. Dann werden erst die Mainboard-Blende auf der Rückseite und anschließend die Blenden für das Laufwerk auf der Vorderseite entfernt. Jetzt werden die Gehäuselüfter eingebaut und danach die Abstandshalter für das Mainboard an den dafür vorgesehenen Stellen angeschraubt.

2. Das Mainboard vorbereiten

Ist das Gehäuse vorbereitet, wird jetzt das Mainboard bestückt. Hierbei sollte das Handbuch bereit liegen, denn hier sind alle Steckplätze und Anschlüsse beschrieben und bei der Montage müssen die Anweisungen beachtet werden. In den meisten Fällen können die Bauteile zwar nicht falsch eingebaut werden, weil beispielsweise der Arbeitsspeicher nur in einer Richtung in den entsprechenden Slot passt, aber trotzdem kann ein zusätzlicher Blick in das Handbuch nicht schaden.

Außerdem wird jetzt auch die CPU vorbereitet. Sie wird mit einer Wärmeleistpaste überzogen, die in einer dünnen, gleichmäßigen Schicht über die gesamte Oberseite verteilt wird. Dann wird die CPU auf das Mainboard gesteckt und darauf der CPU-Lüfter montiert. Danach kann das Mainboard dann auf die Abstandshalter, die bereits im Gehäuse montiert sind, geschraubt werden.

3. Die restlichen Bauteile einbauen

Jetzt wird das Laufwerk in den entsprechenden Einschub geschraubt, danach werden die restlichen Steckkarten auf das Mainboard gesetzt und an der Rückseite verschraubt.

4. Die Verkabelung

Jetzt fehlt nur noch die Verkablung. Auch hier ist wieder das Handbuch des Mainboards ausschlaggebend, denn es zeigt an, wie und in welcher Reihenfolge die einzelnen Bauteile mit dem Mainboard verbunden werden müssen.

5. Die Inbetriebnahme

Wenn das Gehäuse wieder geschlossen und verschraubt ist und Monitor, Tastatur und Maus angeschlossen sind, können das Netzteil in die Steckdose gesteckt und der Computer eingeschaltet werden. Wurde alles richtig verbaut, starten die Lüfter und kurze Zeit später erscheint auf dem Bildschirm die Meldung, dass keine Bootpartion gefunden werden konnte. Dann wird die CD mit dem Betriebssystem eingelegt, die Tasten Strg, Alt und Entf werden gedrückt und das Betriebssystem kann entsprechend den Anleitungen auf dem Bildschirm installiert werden.

Eine Videoanleitung für den Bau eines PC gibt es hier oben.

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