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Bauanleitung Elektronik Die Leiter und Leitungen

Elektronik Stand 21. Oktober 2026

Aktualisiert am 21. Oktober 2026 von Redaktion bauanleitung.org

Es gibt zahlreiche Bauanleitungen für Elektronisches und neben komplexeren Bauanleitungen, die für Fortgeschrittene gedacht sind und ein entsprechendes Grundwissen voraussetzen, lässt sich auch die eine oder andere Bauanleitung aus dem Bereich Elektronik finden, die sehr einfach und anfängertauglich scheint. Allerdings muss bei sämtlichen Elektroinstallations- und Bauarbeiten immer die Sicherheit an erster Stelle stehen. Dies liegt nicht nur daran, dass Elektronisches Marke Eigenbau nicht funktionstüchtig sein wird, wenn beispielsweise Kabel verwechselt oder Spannungen falsch berechnet wurden. Hinzu kommt außerdem, dass derjenige, der zuletzt an einer elektrischen Anlage oder einem Gerät gearbeitet hat, die Verantwortung trägt und haftbar gemacht wird, wenn es durch unsachgemäße Arbeit zu einem Unfall oder einem Brand kommt. Insofern mögen vielen die Sicherheitshinweise, die sich in nahezu jeder Bauanleitung Elektronik finden, zwar teils übertrieben erscheinen, aber die Sicherheitshinweise haben ihren Sinn und müssen beachtet werden. Arbeiten an der festen 230-V-Hausinstallation dürfen nur von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden.

Grundsätzlich muss zumindest Basiswissen vorhanden sein, wenn der Hobbybastler Elektronisches selber bauen möchte. Zu diesem Basiswissen gehören beispielsweise Kenntnisse über Strom an sich, über die unterschiedlichen Leitungen sowie über die Kabel, die sich für die jeweils geplante Arbeit eignen. Im Folgenden sind die wichtigsten Informationen hierzu kurz erläutert, so dass der Heimwerker eine Art grundlegende Bauanleitung für Elektronik erhält, mit deren Hilfe es ihm leichter fallen wird, Elektronisches selber zu bauen.

Grundlegendes zu Strom

Damit Strom fließen kann, muss Spannung vorhanden sein. Spannung wird in Volt (V) angegeben, wobei eine Berührung als lebensgefährlich gilt, wenn die Wechselspannung mehr als 50 V oder die Gleichspannung mehr als 120 V beträgt. Die Stromstärke, die in Ampere (A) gemessen wird, hängt bei gegebener Spannung vom Widerstand ab, der in Ohm angegeben wird. Je größer der Widerstand ist, desto weniger Strom fließt, wobei der Widerstand umso höher ist, je dünner der Leitungsquerschnitt und je höher der spezifische Widerstand des Leiters sind. Fließt Strom durch einen Widerstand, entsteht Wärme, und dieser Effekt wird beispielsweise bei Herdplatten genutzt. Watt (W) schließlich gibt die elektrische Leistung eines Geräts an und 1000 Watt entsprechen 1 Kilowatt (kW). Nun ist Strom aber nicht gleich Strom, denn es wird zwischen Wechselstrom und Gleichstrom unterschieden.

  • Wechselstrom wird so bezeichnet, weil sich der Strom kurvenförmig kontinuierlich von Plus nach Minus bewegt. Die Geschwindigkeit dieser Schwingungen wird als Frequenz bezeichnet und in Hertz (Hz) angegeben. Ein Hz steht dabei für eine Schwingung, also zwei Änderungen der Richtung pro Sekunde. In deutschen Haushalten ist 230/400-V-Wechselstrom mit einer Frequenz von 50 Hz üblich.
  • Gleichstrom hat keine Frequenz, Plus und Minus bleiben immer konstant. Um den Wechselstrom aus der Steckdose in Gleichstrom umzuwandeln, wird ein Gleichrichter benutzt, der bei elektrischen Geräten meist zusammen mit einem Transformator in die Netzteile integriert ist und so eine ungefährliche Nutzung von Strom ermöglicht.

 

Die unterschiedlichen Leiter

Um bei elektronischen Arbeiten Schaltungsfehler und Verwechslungen zu vermeiden, sind die einzelnen Kupferleiter in einem Kabel mit Isolierungen in unterschiedlichen Farben ummantelt. Zudem gibt es alphanumerische Kennzeichnungen für die Leiter, die im Laufe der Zeit jedoch umbenannt wurden.

Leiter Alphanumerische Kennzeichnung heute Frühere alphanumerische Kennzeichnung Farbe
Außenleiter 1 L1 R Braun
Außenleiter 2 L2 S Schwarz
Außenleiter 3 L3 T Grau
Neutralleiter N Mp Blau; gibt es keinen Neutralleiter, kann der blaue Leiter auch für andere Zwecke verwendet werden, jedoch nicht als Schutzleiter
Schutzleiter PE SL Grüngelb; grüngelb darf nur als Schutzleiter verwendet werden
PEN-Leiter (Neutralleiter mit Schutzfunktion) PEN Mp Grüngelb
Erde E E Keine festgelegte Farbe

Die verschiedenen Leitungen

verschiedene Leitungen
verschiedene Leitungen

Für Elektroinstallationen dürfen nur geprüfte und zugelassene Leitungen verwendet werden. Je nach Verwendungszweck verfügen die Leitungen über unterschiedlich viele Adern. Die Bauart richtet sich nach den Belastungen, für die die Leitungen ausgelegt sind, wobei die Leitungen grundsätzlich in zwei große Gruppen unterteilt werden, nämlich zum einen in Leitungen für die feste Verlegung und zum anderen in flexible Leitungen für den Anschluss von elektrischen Geräten. Zu den gebräuchlichsten gehören die folgenden Leitungen:

  • Stegleitungen, kurz NYIF, sind ausgelegt für die feste Verlegung in und unter Putz. Auf brennbaren Materialien, unter Streckmetall, bei verschraubten oder genagelten Gipskartonplatten und im Erdreich sind sie nicht zulässig.
  • Mantelleitungen, kurz NYM-J, sind ausgelegt für die feste Verlegung in, auf und unter Putz sowie in einem Schutzrohr für kurze Strecken im Freien. Im Erdreich sind sie nicht zulässig.
  • PVC-Aderleitungen, kurz H07V-U, wurden früher NYA bezeichnet. Sie sind für die feste Verlegung in Schutzrohren auf und unter Putz bestimmt, im Freien und im Erdreich sind sie nicht erlaubt.
  • Klingeldraht, kurz KId, wird für die feste Verlegung in Schutzrohren auf und unter Putz, für eine offene Verlegung auf Putz in trockenen und feuchten Innenräumen sowie im Freien verwendet.
  • Klingelstegleitungen, kurz J-FY, sind bestimmt für die feste Verlegung direkt unter Putz.
  • Zwillingsleitungen, kurz H03VH-H, werden zum Anschluss von beweglichen Geräten in trockenen Räumen verwendet, beispielsweise für Rundfunkgeräte. Die Leitungen eignen sich jedoch nur bei sehr geringen mechanischen Beanspruchungen.
  • PVC-Schlauchleitungen, kurz H03VV-F, werden auch als Kunststoffleitungen bezeichnet. Sie werden für den Anschluss von beweglichen Geräten mit leichten mechanischen Beanspruchungen wie beispielsweise Standleuchten oder leichten Handgeräten in trockenen Räumen verwendet. Bei höheren mechanischen Beanspruchungen oder in Feuchträumen werden die PVC-Schlauchleitungen H05VV-F verwendet.
  • Gummischlauchleitungen, kurz H05RR-F und H05RN-F. H05RR-F wird für den Anschluss beweglicher Geräte in trockenen Räumen wie beispielsweise Küchengeräten verwendet. H05RN-F dient für den Anschluss von beweglichen Geräten in trockenen und feuchten Räumen sowie im Freien, beispielsweise für Gartengeräte.
  • Hochflexible Gummischlauchleitungen, kurz H07RN-F, werden für den Anschluss von beweglichen Geräten in trockenen, feuchten und nassen Räumen mit mittlerer mechanischer Beanspruchung verwendet, beispielsweise für Handmaschinen wie Bohrmaschinen.

Thema: Bauanleitung Elektronik Die Leiter und Leitungen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was muss ich über Leiter und Leitungen wissen, bevor ich Elektronik selbst baue?

Du solltest die Grundlagen zu Spannung, Strom und Widerstand, die Farbkennzeichnung der Leiter und die passenden Leitungstypen kennen.

Wie lange dauert es, sich diese Grundlagen anzueignen?

Das hängt stark von den Vorkenntnissen ab.

Welches Werkzeug ist am wichtigsten?

Für Elektronikarbeiten sind Lötkolben, Seitenschneider, Abisolierzange, isolierte Schraubendreher und ein Multimeter unverzichtbar.

Kann ich als Anfänger Elektronik selbst bauen?

Ja, mit dem nötigen Grundwissen. Arbeiten an der festen 230-V-Installation sind jedoch einer Elektrofachkraft vorbehalten.

Welche Materialien eignen sich am besten?

Es dürfen nur geprüfte und zugelassene Leitungen verwendet werden, deren Bauart zum Einsatzort und zur Belastung passt.

Wie kann ich das Ergebnis optisch aufwerten?

Saubere Lötstellen, ordentlich verlegte Leitungen und ein passendes Gehäuse sorgen für ein übersichtliches Ergebnis.

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