Aktualisiert am 5. April 2026 von Ömer Bekar
Ein Bild benötigt in aller Regel einen entsprechenden Rahmen, damit es angemessen präsentiert und in Szene gesetzt werden kann. Im Handel gibt es zwar Bilderrahmen in allen erdenklichen Größen und Formen, allerdings ist trotzdem der richtige Bilderrahmen oft nicht dabei. So kann es beispielsweise sein, dass die Standardbilderrahmen vom Format her nicht richtig zu dem eigenen Bild passen, das Bild einen optisch ausgefallenen Rahmen verlangt oder dass der Bilderrahmen schlichtweg als zu teuer empfunden wird. In diesem Fall kann der Hobbybastler seinen Bilderrahmen selber bauen, denn dies ist nicht allzu schwierig und ermöglicht eine individuelle Gestaltung.
Materialliste für einen Bilderrahmen
Die Materialliste hängt natürlich davon ab, wie groß das Bild ist, für das der Bilderrahmen gebaut wird. In dieser Bauanleitung wird von einem 40cm x 50cm großen Bild ausgegangen. Ist das Bild größer oder kleiner, muss die Materialliste entsprechend angepasst werden.
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2 Leisten, 50cm x 5cm x 3,5cm - 2 Leisten, 60cm x 5cm x 3,5cm
- 1 Holzplatte, 10cm x 5cm x 1cm
- Elektrotacker, Tackernadeln
- 2 kleine Ringschrauben, 1 Stück Seil oder Draht
- kleine Stichnägel
Bauanleitung für den Bilderrahmen
1. Schritt: Zuschnitt der Leisten
Zuerst werden die vier Leisten auf Gehrung geschnitten. Es ist zwar prinzipiell auch möglich, die Leisten stumpf gegeneinander zu setzen, allerdings sieht dies weniger schön aus.
Zudem wird eine Falz auf die Rückseiten der Leisten gearbeitet, in die später das Bild eingelegt wird. Die Tiefe der Falz hängt von dem Bild ab. Ist der Rahmen für ein Bild gedacht, das auf einen Keilrahmen gespannt und entsprechend dick ist, muss die Falz entsprechend tiefer gearbeitet werden, bei einem dünnen Bild wie beispielsweise einem Foto reicht eine dünnere Falz aus. In dieser Bauanleitung wird eine 1cm tiefe Falz gearbeitet. Nach dem Zuschnitt sehen die Leisten dann so aus:

2. Schritt: Verbinden der Leisten
Die fertigen Leisten werden nun miteinander verbunden. Dazu werden sie aneinandergelegt und auf der Rückseite mit jeweils drei Tackernadeln in jeder Ecke fixiert.
Für zusätzliche Stabilität sorgen Dreiecke, die aus der Holzplatte gearbeitet werden. Die Holzplatte wird dazu in vier Dreiecke zerteilt, die anschließend über die Ecken gelegt und ebenfalls mit Tackernadeln fixiert werden.

3. Schritt: die Aufhängung
Jetzt fehlt nur noch die Aufhängung. Hierfür werden die beiden kleinen Ringschrauben an der oberen Leiste befestigt. Die Positionen der Ringschrauben ergeben sich durch die Größe des Rahmens, als Richtwert gilt jedoch, dass die erste Schraube bei einem Viertel und die zweite Schraube bei drei Vierteln positioniert wird. Bei einem 50cm breiten Rahmen werden die beiden Schrauben somit jeweils 12,5cm von den Außenkanten entfernt mittig auf der Leite platziert. Anschließend wird die Schnur zwischen die beiden Schrauben gebunden. Durch die Schnur hängt das Bild später geneigt an der Wand, wobei die benötigte Länge der Schnur durch Ausprobieren ermittelt werden sollte.

Zum Schluss muss jetzt nur noch das Bild in den Bilderrahmen gelegt werden. Damit es nicht herausrutscht, wird es durch kleine Stichnägel gesichert, die über dem Bild in die Falz oder die Leiste geschlagen werden.
Thema: Bilderrahmen Bauanleitung
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was brauche ich für den Bau von Bilderrahmen Bauanleitung?
Du benötigst die passenden Materialien (Holz, Schrauben, Leim etc.), die richtigen Werkzeuge sowie diese Bauanleitung als Schritt-für-Schritt-Leitfaden.
Wie lange dauert der Bau von Bilderrahmen?
Je nach Erfahrung und Komplexität kannst du mit wenigen Stunden bis zu einem Wochenende rechnen. Plane ausreichend Zeit für Trocknung und Nacharbeiten ein.
Welches Werkzeug ist am wichtigsten?
Für die meisten Projekte sind Säge, Bohrmaschine, Schleifpapier und Schraubenzieher unverzichtbar. Präzisionswerkzeuge verbessern das Ergebnis erheblich.
Kann ich Bilderrahmen Bauanleitung auch als Anfänger umsetzen?
Ja! Diese Bauanleitung ist so gestaltet, dass auch Einsteiger Schritt für Schritt folgen können. Wichtig ist Geduld und genaues Arbeiten.
Welche Materialien eignen sich am besten?
Hochwertige, witterungsbeständige Materialien sorgen für Langlebigkeit. Für Innenbereich eignet sich Fichtenholz, für Außenanwendungen besser Lärche oder druckimprägniertes Holz.
Wie kann ich das Ergebnis optisch aufwerten?
Schleifen, Grundieren und ein hochwertiger Anstrich oder Lack verleihen deinem Projekt eine professionelle Optik und schützen es gleichzeitig vor Witterungseinflüssen.