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Bauanleitung Terrassenüberdachung mit Sonnensegel

Stand 23. September 2026

Aktualisiert am 23. September 2026 von Redaktion bauanleitung.org

Viele Gartenbesitzer freuen sich auf den Sommer, wenn es wieder möglich wird, draußen zu sitzen, zu grillen und die warmen Sommerabende zu genießen. Allerdings ist das Wetter auch im Sommer nicht immer so wie gewünscht. So kann es beispielsweise sein, dass ein plötzlicher Regenschauer für ein abruptes Ende der Grillparty sorgt oder die Sonne so stark ist, dass die Hitze kaum zu ertragen ist. Spätestens dann wird der Gartenbesitzer über eine Terrassenüberdachung nachdenken. Eine feste Terrassenüberdachung ist jedoch nicht immer gewünscht und auch nicht bei allen Bauwerken möglich. Als Alternative kommt dann eine Markise in Frage, allerdings kann diese recht teuer sein. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Sonnensegel und wie sich der Gartenbesitzer eine solche Terrassenüberdachung selber bauen kann, beschreibt die nachfolgende Bauanleitung.

Materialliste für das Sonnensegel als Terrassenüberdachung

  • 3 Edelstahlrohre, 4cm Durchmesser
  • 3 Bodeneinschlaghülsen
  • 3 Karabinerhaken
  • Stahlseil und Seilklemmen
  • 3 stabile Ösen
  • 3 Ringschrauben mit durchgehendem Gewinde und passende Hutmuttern
  • Stoff für das Sonnensegel

 

Wissenswertes zum Sonnensegel

Terrassenüberdachung mit SonnensegelDas Sonnensegel in dieser Bauanleitung wird als flexible Terrassenüberdachung gebaut. Das bedeutet, der Aufbau ist so konzipiert, dass sowohl das Sonnensegel als auch die Rohre mit wenigen Handgriffen entfernt werden können, beispielsweise im Winter, wenn die Terrassenüberdachung nicht benötigt wird. Dennoch schützt das Sonnensegel bei geeignetem Stoff vor Regen und vor schädlichen UV-Strahlen und da die Seiten offen sind, staut sich darunter keine Hitze.

Welcher Stoff für das Sonnensegel verwendet wird, ist eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels. Eine Möglichkeit wäre ein handelsüblicher Markisenstoff, der witterungsbeständig ist und auch bei starker Sonneneinstrahlung nicht verblasst. Daneben können Ballonseide, Zeltplane oder auch ein einfacher Nesselstoff eingesetzt werden. Insgesamt sollte der Gartenbesitzer aber darauf achten, dass der von ihm gewählte Stoff für den Außenbereich geeignet ist.

Bauanleitung Terrassenüberdachung

1. Schritt: die Rohre als Pfosten

Im ersten Schritt werden die Bodeneinschlaghülsen an den gewünschten Stellen in den Boden eingeschlagen. Ist es im eigenen Garten nicht möglich, die Einschlaghülsen so tief in das Erdreich einzuschlagen, dass die Rohre später sicher befestigt sind, müssen die Pfosten einbetoniert werden. Damit die Konstruktion aber dennoch abbaubar bleibt, können Rohrstücke mit einem etwas größeren Durchmesser in Beton gesetzt werden, die die eigentlichen Rohre dann später aufnehmen.

Danach werden die Rohre vorbereitet. Dazu werden die Rohre oben durchbohrt. In den Bohrlöchern werden die Ringschrauben befestigt und auf der Rückseite mit Hutmuttern gesichert. In die Ringschrauben werden dann die Karabinerhaken eingehängt. Eines der Rohre muss dabei jedoch etwas kürzer sein als die beiden anderen Rohre. Dies ist notwendig, damit das Sonnensegel später ein Gefälle hat und Regenwasser ablaufen kann. Würde das Sonnensegel gerade gespannt werden, würde sich Regenwasser sammeln und der Wassersack könnte die Terrassenüberdachung früher oder später einstürzen lassen.

 

 

2. Schritt: das Sonnensegel

Jetzt wird die eigentliche Terrassenüberdachung angefertigt. Dazu wird die erforderliche Größe ermittelt und der Stoff mit 6cm Nahtzugabe an allen Seiten zugeschnitten. Anschließend werden die Kanten zweimal jeweils 3cm breit umgeschlagen und umsäumt. Die Ecken bleiben dabei offen. Durch die entstandenen Tunnel wird dann das Stahlseil geführt, das an beiden Enden so weit herausragen muss, dass es mit den Rohren verbunden werden kann. Damit der Stoff durch den Zug und das Reiben des Seiles nicht reißt, werden an den Ecken Ösen befestigt und die Stahlseile hier hindurchgeführt.

Terassenüberdachung Bauzeichnung 2

An jeder Ecke befinden sich damit zwei Stahlseile, die jetzt mit Seilklemmen zusammengefasst werden. Anschließend werden die Stahlseile zu einer Schlaufe geformt und wieder mit einer Seilklemme fixiert. Danach kann das Sonnensegel als selbstgebaute Terrassenüberdachung eingehängt werden.

Thema: Bauanleitung Terrassenüberdachung

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was brauche ich für eine Terrassenüberdachung mit Sonnensegel?

Du benötigst drei Edelstahlrohre mit 4cm Durchmesser, drei Bodeneinschlaghülsen, drei Karabinerhaken, Stahlseil und Seilklemmen, drei stabile Ösen, drei Ringschrauben mit durchgehendem Gewinde und passenden Hutmuttern sowie Stoff für das Segel.

Wie lange dauert der Bau?

Die meiste Zeit brauchen das Zuschneiden und Umnähen des Stoffs. Müssen die Aufnahmen für die Rohre einbetoniert werden, muss der Beton vor dem Aufstellen aushärten.

Welches Werkzeug ist am wichtigsten?

Ein Vorschlaghammer für die Einschlaghülsen, eine Bohrmaschine mit Metallbohrer für die Rohre, ein Schraubenschlüssel, eine Nähmaschine und ein Werkzeug zum Setzen der Ösen.

Kann ich das Sonnensegel auch als Anfänger bauen?

Mit etwas Näherfahrung ja. Wichtig ist, dass die Rohre sicher im Boden stehen, sonst müssen die Aufnahmen einbetoniert werden. Bei Sturm sollte das Segel abgenommen werden.

Welcher Stoff eignet sich am besten?

Gut geeignet ist handelsüblicher Markisenstoff, der witterungsbeständig ist und nicht verblasst. Wichtig ist, dass der Stoff für den Außenbereich geeignet ist. Soll das Segel auch vor Regen schützen, muss er wasserdicht sein.

Warum braucht das Sonnensegel ein Gefälle?

Eines der Rohre ist kürzer als die anderen, damit Regenwasser ablaufen kann. Bei einem waagerecht gespannten Segel würde sich Wasser sammeln, und der Wassersack könnte die Konstruktion zum Einsturz bringen.