Stirlingmotor Bauanleitung

Stirlingmotor Bauanleitung

Bei einem Stirlingmotor, der auch als Heißgasmotor bezeichnet wird, handelt es sich um eine Wärmekraftmaschine. Um mechanische Energie zu erzeugen, wird ein abgeschlossenes Gas wie Luft oder Helium von der Außenseite an zwei unterschiedlichen Stellen im Wechsel erhitzt und gekühlt. Dabei kann der Betrieb des Stirlingmotors, dessen Arbeitsprinzip auf einem geschlossenen Kreisprozess beruht, mit jeder beliebigen äußeren Wärmequelle erfolgen. Es gibt sogar Stirlingmotoren, die durch die Wärme angetrieben werden, die beim Anfassen mit der Hand entsteht.

Wie ein Stirlingmotor funktioniert, zeigt dieses Video:

Um die Funktionsweise noch besser zu verstehen, kann der interessierte Bastler ein kleines Experiment wagen und einen einfachen Stirlingmotor selber bauen. Hier die Bauanleitung dazu.

Materialliste für den Stirlingmotor

  • 1 Reagenzglas
  • 1 Spritze aus Glas mit 3ml Fassungsvermögen
  • 4 Glaskügelchen, die einen etwas kleineren Durchmesser haben als das Reagenzglas
  • 1 Verschlusskappe aus Gummi für das Reagenzglas
  • 1 3cm langes Metallröhrchen, das in die Verschlusskappe geschoben wird
  • 1 3cm langes Stück Gummischlauch mit einem Innendurchmesser von 3mm und einem Außendurchmesser von 6mm. Wichtig ist, dass der Gummischlauch weich und flexibel ist.
  • 1 Stück Gummi als Auflagefläche für die Spritze, 3,5cm x 1,5cm x 0,2cm groß, möglich ist auch ein Radiergummi
  • 1 Haushaltsgummi
  • doppelseitiges Klebeband
  • 1 Holz, 28cm x 9cm x 1,5cm als Bodenplatte
  • 2 Hölzer, 17cm x 3cm x 1,5cm als senkrechte Stützen
  • 1 Holz, 9cm x 3cm x 1,5cm als Querstrebe
  • 8 Holzschrauben
  • 1 Wärmequelle

Bauanleitung für den Stirlingmotor

1.) Im ersten Schritt wird das Gerüst für den Motor gebaut. Dazu werden die beiden 17cm hohen Hölzer mittig als senkrechte Stützen an die Bodenplatte geschraubt. Danach wird die Querstrebe auf halber Höhe zwischen die beiden Stützen montiert. Um die beiden Stützen wird nun noch das Haushaltsgummi gespannt und auf einer Seite wird das Gummistück als Auflagefläche für die Spritze mit doppelseitigem Klebeband befestigt.

Stirlingmotor Bauzeichnung 1

2.) Jetzt werden die Glaskugeln in das Reagenzglas gegeben und das Reagenzglas wird anschließend mit der Gummikappe verschlossen. Danach wird das Reagenzglas mit der Spritze verbunden. Dazu wird der Gummischlauch auf der einen Seite über das Metallröhrchen, das in der Verschlusskappe steckt, und auf der anderen Seite über die Spitze der Spritze geschoben.

3.) Nun wird das Haushaltsgummi einmal verdreht und das Reagenzglas wird hindurchgeschoben. Auf der Gegenseite wird die Spritze auf das Gummistück aufgelegt und mit einem Stückchen doppelseitigem Klebeband fixiert.

4.) Danach wird die Wärmequelle angezündet.

Stirlingmotor Bauzeichnung 2

Durch die Wärme dehnt sich die Luft aus, durch die Bewegung der Kugeln verändert sich der Druck in dem Reagenzglas und der Stirlingmotor beginnt zu arbeiten.