Aktualisiert am 5. April 2026 von Ömer Bekar

Eine Miniramp ist eine kleinere Ausgabe von einer Halfpipe. Das bedeutet, eine Miniramp ist in aller Regel nur 1 bis 2 Meter hoch und weniger steil. Genutzt werden Halfpipes und Miniramps in diversen Freestyle-Sportarten, beispielsweise also von Skateboardern, Snowboardern oder Inlineskatern. Je nach Sportart sind die Miniramps und Halfpipes dann aus Holz, Metall, Beton oder Schnee gebaut. Wenn Profis ihre Manöver auf Miniramps und Halfpipes ausführen, sieht das Ganze beispielsweise so aus:

🔍 Redaktioneller Experten-Check:

Miniramps müssen nach DIN EN 14974 (Anlagen für Rollsport) gebaut werden, wenn öffentlich zugänglich. Für private Nutzung empfiehlt der DOSB: Rampenhöhe max. 1,20 m für Einsteiger, Übergangsradius mind. 1,80 m. Holz: Siebdruckplatte 12 mm (witterungsresistent, rutschfest) für Fahrfläche. Unterkonstruktion: KVH 8×8 cm.

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Wer ausreichend Platz im Garten hat, kann sich eine Halfpipe oder eine Miniramp selber bauen. Wie groß das Bauwerk ausfällt, hängt dabei zum einen von den persönlichen Wünschen und Vorstellungen, zum anderen aber natürlich auch vom vorhandenen Platz und dem Budget ab. In der folgenden Bauanleitung wird eine Miniramp in etwas anderer Form vorgestellt, denn hier werden die beiden Rampenteile im rechten Winkel zueinander angeordnet. Dadurch kann der handwerklich begabte Sportler eine Miniramp bauen, die nicht alltäglich ist und um die ihn so manche sicherlich beneiden werden.

Materialien für die Miniramp

  • Miniramp BauanleitungDie Unterkonstruktion der Miniramp wird aus 8cm x 8cm starken Vierkanthölzern gebaut.
  • Die verbauten Bretter sind 20cm breit und 4cm stark.
  • Als Fahrbelag wird phenolharzbeschichtete, 9mm starke Birke multiplex verwendet. Diese Platten werden auch als finnische Siebdruckplatten angeboten und sind üblicherweise in den Formaten 125cm x 250cm und 150cm x 300cm erhältlich.
  • Für die Verbindungen kommen Spax-Schrauben zum Einsatz. Die Balken werden dabei mit 12cm langen Schrauben verbunden, für die Verbindungen von Brettern und Balken reichen 8cm lange Schrauben aus. Für zusätzliche Stabilität sorgen Winkel oder Lochbleche, die ebenfalls verbaut werden können. Der Fahrbelag wird ebenfalls mit Spax-Schrauben befestigt, hier eignen sich 6 x 45er Schrauben mit durchgehendem Gewinde am besten.

Bauanleitung für die Miniramp

Die angegebenen Maße verstehen sich als Empfehlungen. Je nach Platzbedarf und persönlichem Geschmack kann die Miniramp nämlich nach dem gleichen Prinzip auch deutlich größer und steiler oder auch kleiner und flacher gebaut werden.

1. Schritt: die Unterkonstruktion

a.) Zuerst wird aus den 8er Balken die Unterkonstruktion gebaut. Dazu werden zunächst Rahmen angefertigt und diese dann zum Grundgerüst verbunden.

b.) Für das Grundgerüst werden zum einen aus jeweils vier Balken vier Rahmen angefertigt, die 150cm breit und 120cm hoch sind. Diese vier Rahmen werden anschließend miteinander verbunden. In jede Fläche dieses Gerüstes wird außerdem jeweils ein Kantholz als zusätzliche Stütze montiert.

c.) Zum anderen werden zweimal drei Kanthölzer zu zwei 200cm langen und 150cm breiten Us verbunden. Diese Konstruktionen werden dann an zwei nebeneinander liegenden Seiten des eben gebauten Grundgerüstes montiert. Zwischen die Us werden jeweils drei Kanthölzer gesetzt, die für zusätzliche Stabilität sorgen.

d.) Im rechten Winkel zu den eben montierten Stützhölzern werden außerdem auch hier senkrechte Kanthölzer befestigt, die vorher jedoch entsprechend der Steigung auf die richtige Länge zugeschnitten werden.

e.) Als letzte Bauteile der Unterkonstruktion werden diagonal Kanthölzer montiert, die die Vorderkante der U-Konstruktionen mit dem Grundgerüst in der Mitte verbinden.

Miniramp Bauzeichnung 1

2. Schritt: die Belagsbretter

Nun werden die Belagsbretter auf die Unterkonstruktion geschraubt. Dabei werden die Bretter sowohl zwischen die Kanthölzer gesetzt als auch als Verkleidung angebracht.

Miniramp Bauzeichnung 2

3. Schritt: der Fahrbelag

Jetzt fehlt nur noch der Fahrbelag. Dieser wird auf die eben montierten Bretter geschraubt. Damit ist die Miniramp fertig und kann eingeweiht werden.

Thema: Miniramp Bauanleitung

Häufige Fragen & Antworten (FAQ)

Welche Holzplatte eignet sich für die Miniramp-Fahrfläche?

Siebdruckplatte 12 mm (WBP-verleimt, DIN EN 636): witterungsbeständig, rutschfest, robust gegen Schläge. 2–3 Lagen aufeinander (24–36 mm gesamt) für optimale Stabilität. Innen: OSB 18 mm auf KVH-Unterkonstruktion als Unterlage.

Wie groß sollte eine Anfänger-Miniramp sein?

Standardmaße: Breite 3,60 m, Höhe 1,20 m, Übergangsradius 1,80 m, Flat (ebener Bereich) 1,20 m Länge. Für Kinder: Höhe 0,60–0,90 m, Radius 1,20 m. Mindestbreite 2,40 m (sonst zu eng für Tricks).

Wie berechne ich den Übergangsradius (Transition)?

Radius = Horizontale Länge des Übergangs² / (2 × Höhe). Für 1,20 m Höhe und gewünschtem Radius 1,80 m: Horizontale Länge = √(2 × 1,80 × 1,20) = 2,08 m. Online-Rampen-Calculator empfohlen (z. B. skateramps.de).

Welches Fundament brauche ich für eine Außen-Miniramp?

Auf Stelzen: 8 Stück Betonplatten (50×50×5 cm) als Auflagepunkte – keine Einbetonierung nötig (erlaubt Demontage). Stelzen aus Lärche 10×10 cm, Abstand 80 cm. Höhenausgleich mit Kunststoff-Unterlegplatten.

Wie schütze ich die Miniramp vor Witterung?

Fahrfläche: Siebdruckplatte ist wasserfest. Unterkonstruktion: Lärche (natürlich) oder KVH druckimprägniert Klasse 3. Alle Schraubenköpfe versenken und mit Holzleim füllen (kein Wasser eindringt). Herbst: Schutzplane über Winter.

Was kostet eine Miniramp Eigenbau?

3,60 m Miniramp mit 1,20 m Höhe: Material ca. 600–1.200 €. Siebdruckplatten: ~300 €. KVH-Holz: ~200 €. Schrauben, Beschläge: ~100 €. Fertig-Rampe: 2.000–5.000 €. DIY spart 50–70 %.